Grippe
Auch bekannt als: Influenza, Virusgrippe
In der homöopathischen Tradition werden Gelsemium und Bryonia als häufigste Grippemittel beschrieben, jedoch mit gegensätzlichen Modalitäten. Gelsemium wird bei bleiartiger Schwere, Zittern und Benommenheit ohne Durstgefühl genannt, während Bryonia bei ausgeprägten Gliederschmerzen Erwähnung findet, bei denen jede Bewegung den Schmerz intensiviert. Das Beschwerdebild und insbesondere die Reaktion auf Bewegung und Wärme leiten in der Überlieferung die Mittelwahl.
Passende Mittel (5 Mittel)
Gelsemium
(Gels.)Schwere, Zittern, Benommenheit, fehlendes Durstgefühl
D6D12C30
Schwere, bleierne Glieder mit ausgeprägter MattigkeitZittern der Glieder und inneres FröstelnBenommenheit und Schwere der Augenlider
Bryonia
(Bry.)Starke Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Stillliegen bessert
D6D12C30
Stechende, reißende Schmerzen – bei jeder kleinsten Bewegung deutlich schlimmerExtrem trockene Schleimhäute – Lippen, Mund, RachenGroßer Durst auf große Mengen kaltes Wasser, selten
Aconitum
(Acon.)Plötzlicher Beginn mit Frösteln
D6D12C30
Plötzlicher, stürmischer Beginn – oft nach Kälteexposition oder SchreckHohes Fieber mit trockener, brennender HitzeIntensive Angst, Todesangst, innere Unruhe
Arsenicum album
(Ars.)Erschöpfung, Unruhe, brennender Schnupfen
D6D12C30
Brennende Schmerzen, die durch Wärme gelindert werdenAusgeprägte Unruhe, Angst und Erschöpfung gleichzeitigErbrechen und Durchfall oft gleichzeitig – Magen-Darm-Infekte
Rhus toxicodendron
(Rhus-t.)Starke Gliederschmerzen, Unruhe, Bewegung bessert
D6D12C30
Starke Steifigkeit und Anlaufschmerz nach Ruhe – besser nach EinlaufenSchmerzen und Steifigkeit verbessern sich durch anhaltende BewegungJuckende Bläschen auf der Haut, ähnlich Herpes oder Windpocken
Hinweis zur Selbstmedikation: Die Auswahl des passenden Mittels sollte anhand der individuellen Symptome erfolgen. Bei Unsicherheit oder ausbleibender Besserung innerhalb von 24–48 Stunden wenden Sie sich an einen Arzt oder Heilpraktiker.